Die besten Judokas der Landesverbände Saarland, Hessen, Pfalz und Rheinland trafen sich am Stadtrand von Frankfurt. Sie hatten sich über die Landesmeisterschaften ihres Verbandes qualifiziert und hofften nun auf eine Medaille bei der höchsten Meisterschaftsebene, die in dieser Altersklasse ausgetragen wird. Für den SV Urmitz starteten Johanna Wesemann und Julian Herzog, die sich die Teilnahme durch den Titelgewinn bei der Rheinland-Meisterschaft verdient hatten.

 

Zunächst starteten die männlichen Jugendlichen. Julian Herzog begann souverän. Im Erstrundenkampf der 46Kg-Klasse gegen Luca Demberger aus der Pfalz ging er schnell in Führung in beendete den Kampf mit einer sehenswerten Innensichel vorzeitig. Der zweite Kampf gegen den späteren Finalisten Jordan Bär (Hessen) war hingegen schon eine echte Herausforderung. Julian folgte seiner taktischen Marschrichtung und hielt den Kampf lange offen. Eine Bestrafung wegen Passivität brachte ihn dann aus dem Konzept. Er agierte zu offensiv und wurde dann entscheidend geworfen. Die Trostrunde hätte ihn durchaus noch in die Reichweite einer Bronzemedaille bringen können. Aber bereits im nächsten Kampf musste er eine weitere Niederlage hinnehmen. Er konnte sein Leistungspotential überhaupt nicht abrufen und verlor nach Punkten.

 

Bei den jungen Damen startete Johanna Wesemann furios in die Vorrunde der 63Kg-Klasse. Ihr Ziel war eine Medaille und das zeigte sie auch auf der Matte. Die Vorrundenkämpfe dauerten jeweils nur Sekunden. Auch das Halbfinale war eine zügige Angelegenheit. Der erste ernsthafte Ansatz eines Schulterwurfs brachte die Entscheidung. Mit ihrer Spezialtechnik donnerte sie Nina Gottwald, die zweitplatzierte der Hessenmeisterschaft, voll auf den Rücken (siehe Foto). Der fällige Ippon („voller Punkt“) beendete den Kampf und sicherte Johanna den Finaleinzug. Hier wartete mit Antonia Fark (Hessen) nicht nur eine sehr starke Athletin gegen die Johanna schon mehrfach unterlag, sondern auch eine gute Freundin. Diese Freundschaft musste zunächst einmal ruhen. Warum sollte Johanna denn nicht einmal eine Überraschung gelingen? Taktisch clever ging sie den Kampf an und lies ihre Gegnerin nicht zur Entfaltung kommen. So hielt sie das Finale lange offen. Nach einem geblocktem Schulterwurfansatz von Johanna geriet sie in eine ungünstige Bodensituation, die ihre Gegnerin gekonnt ausnutzte. Sie zwang Johanna in einen Haltegriff, aus der es kein Entkommen gab. Schade … der Titel ist weg, aber mit der Silbermedaille bei der Südwest-Meisterschaft und den gezeigten Leistungen darf Johanna zufrieden und stolz sein.

 

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