Aber, was ist Judo eigentlich? Judo heißt übersetzt „der sanfte Weg“ und ist ein traditioneller japanischer Kampfsport, der neben den sportlichen Werten auch sehr auf ein respektvolles und diszipliniertes Miteinander achtet.

Und egal ob die noch schüchternen Erstklässler, die quirligen Zweitklässler, die aufgeweckten Drittklässler oder die sehr konzentrierten Viertklässler, sie waren alle mit großem Eifer und mit riesigem Spaß dabei. Es war toll zu sehen, wie sich die Kids den Aufgaben mit voller Konzentration gestellt haben. Keine Spur von Langeweile.

 

Begonnen wurde mit der traditionellen Begrüßungszeremonie. Die Schüler saßen ihren Betreuern gegenüber, mit der Aufforderung „mokuso“ wurden die Augen geschlossen und alle konzentrierten sich. Es war mucksmäuschenstill in der Halle. Das Kommando „rei“ forderte zur Verbeugung auf. Nun waren alle mit ihren Gedanken auf der Matte. Die ersten einfachen Regeln ergaben sich dann auch schon aus dem Begriff Judo - „der sanfte Weg“. „Sanft“ deshalb, weil beim Judo sowohl Schlagen als auch Treten verboten ist. Es gilt das Motto: Siegen durch nachgeben. Zudem werden Respekt, Hilfsbereitschaft und Wertschätzung groß geschrieben.

Mit einfachen Laufspielen startete die Aufwärmphase. Als erste „echte“ Judo-Übung wurden die Grundübungen für das Rückwärtsfallen gezeigt. Hierbei war Körperspannung gefragt. Die Kinder merkten schnell, dass diese „einfachen“ Aufgaben durchaus anstrengend sein konnten. Sich einfach nur nach hinten fallen zu lassen, dabei das Kinn auf die Brust zu nehmen und den Fall nur mit der eigenen Körperspannung und dem „Abschlagen“ aufzufangen, erforderte zudem ein wenig Mut. Und es waren alle mutig und meisterten diese Übung mit Bravour.

 

Als weiteres wurde die erste Judo-Boden-Technik, der Haltegriff „mune gatame“, spielerisch vermittelt. Hierbei wurde schnell klar, dass Judo nur erlernt werden kann, wenn man dies mit seinem Partner zusammen und nicht gegen seinen Partner macht. Der Uke (Partner) ist das höchste Gut eines Judokas. Auch im Stand wurde noch Action geboten. Beim „Kanaldeckel-Judo“ musste versucht werden, den Partner in ein bestimmtes Feld zu ziehen oder zu schieben oder … Hierbei zählte nicht alleine die Kraft, sondern die Geschicklichkeit die Bewegung des Partners für seine Aktion zu nutzen - eben auch Siegen durch Nachgeben.

 

 

Richtig Stimmung kam dann beim „Sumo-Ringen“ auf. Dazu standen sich die Partner in einem Kreis gegenüber. Sie begrüßten sich durch eine Verbeugung und mit dem Kommando „Hajime“ startete der Wettkampf. Sie mussten versuchen sich gegenseitig aus dem Kreis zu befördern. Wer den Kreis verlassen hatte, wurde zweiter Sieger, denn gewonnen hatten sie an diesem Tag alle. Die Verbeugung zum Abgrüßen durfte am Ende eines Kampfes natürlich auch nicht fehlen. Die Jungs und Mädchen zeigten hierbei tollen Einsatz und wurden dabei lautstark von den anderen Kids angefeuert.

 

 

Der letzte Teil vor dem traditionellen Abgrüßen war eine kurze Judo-Vorführung, die die drei Schüler und Judokas Edda, Lisa und Jannik einstudiert haben. Das Staunen der Mitschülerinnen und Mitschüler war groß, als die „Profis“ die unterschiedlichen Falltechniken präsentierten oder sich gegenseitig mit Hüftwürfen (O-ghosi) bzw. Schulterwürfen (Ippon seoi nage) auf die Matten beförderten. Der Applaus war ihnen dafür sicher.

Die Judo-Stunde verging für die jeweiligen Klassenstufen wie im Flug und so mussten sich die Judokas viel zu schnell wieder von ihren „Schülern“ verabschieden. Zum Abschied erhielt jede Klasse ein Poster mit den Judo-Werten und jedes Kind erhielt eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Tag des Judos.

Die Judokas des SV Urmitz bedanken sich ganz herzlich für Gastfreundschaft an der Grundschule Christophorus und würden sich riesig freuen, wenn sie viele von den tollen Schülern montags um 17.30Uhr bei sich in der Turnhalle in Urmitz/Rhein zum ersten Training begrüßen dürften.

Übrigens sind Eltern und Lehrer ebenfalls herzlich eingeladen freitags Abends um 19.30 Uhr beim Erwachsenen-Training vorbei zu schauen.

 

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