In Andernach trafen sich die U14-Mannschaften des Judoverbandes Rheinland zum Vorentscheid des Deutschen Jugendpokals. Die Planung der beiden Vereine JC Maifeld und SV Urmitz für eine Kampfgemeinschaft liefen schon lange. Man wollte eine schlagkräftige Mannschaft stellen, die sich für den Deutschen Jugendpokal qualifiziert und dort dann auch mithalten kann. Bereits in der Altersklasse U16 vertraten die Mädchen dieser beiden Vereine die Farben des Rheinlands beim Deutschen Jugendpokal. Trotz ambitionierter Planung konnte man beim Qualifikationsturnier in Andernach nur drei der insgesamt fünf ausgeschriebenen Gewichtsklassen besetzen. Für die ein oder andere Kämpferin lagen die Prioritäten wohl woanders.

 

Für die Mädchen, die an den Start gingen, war die Aufgabe genauso klar wie auch herausfordernd. Da man die beiden nicht besetzten Klassen kampflos an einen vollbesetzten Gegner abgeben musste für die anderen: Verlieren verboten ! Diese schwierige Ausgangssituation wirkte jedoch nicht entmutigend – im Gegenteil: Mit viel Ehrgeiz und Einsatz gingen die Judokas ans Werk und lieferten eine tollen Wettkampf.

 

Besonders beeindruckend war der Sieg gegen den JC Neuwied. Da auch Neuwied nicht voll besetzt war, ging nur ein Punkt kampflos weg. Es blieb der einzige Verlustpunkt ! Johanna Wesemann machte mit ihrer Gegnerin kurzen Prozess. Nach Wurfansatz und Haltegriff (siehe Bild) stand es 1:1. Amelie Kröpfl, die noch gar nicht so lange Judo macht, kämpfte gegen ihre höher graduierte Gegnerin engagiert und clever. Immer wieder provozierte sie Strafen, die den Kampf letztendlich entschieden. Da sie aber auch im Kampfgeschehen deutlich überlegen war, ging die KG Urmitz/Maifeld verdient in Führung. Den dritten Zähler zum 3:1-Sieg steuerte Shana de Maijer bei.

 

Nun ging es gegen die voll besetzte Kampfgemeinschaft Mendig/Bad Ems um den Titel. Auf dem Papier war die Sache eigentlich nicht machbar, aber … auch der Favorit brauchte drei Punkte zum Sieg. Zwei davon bekam er kampflos. Annalena Seitz holte dann den ersten Punkt für Maifeld/Urmitz. Aliyah Schneisinger stand dann vor einer schweren Aufgabe. Gegen ihre Gegnerin hatte sie schon mehrfach klar verloren. Schnell lag sie auch in diesem Kampf zurück, aber zum Aufgeben gab es keinen Grund. Angefeuert durch ihre Mannschaftskameradinnen biss sie sich in ihren Kampf und versuchte aufzuholen. Fast wäre ihr das auch gelungen. Aber ihre Kontertechnik wurde von den Kampfrichtern leider nicht bewertet. So blieb es, trotz einem starken Kampf, bei einer knappen Niederlage. Damit war der Titel weg. Der krönende Abschluss dieses Mannschaftskampfes schaffte Shana de Maijer. Nachdem ihre Gegnerin mehrfach aus der Matte trat, drückte diese mit voller Kraft zurück um eine weitere Strafezu vermeiden. Diesen Druck nutzte Shana mit einem fulminanten Hüftwurf aus und donnerte ihre Kontrahentin mit voller Wucht auf den Rücken. Der Kampf ging mit 2:3 knapp verloren. Damit belegte das Team der Vereine JC Maifeld und SV Urmitz den zweiten Platz beim Landesentscheid zum Deutschen Jugendpokal. Eine tolle Leistung, vor allem in Anbetracht der dünnen Besetzung.

 

Vielmehr als das Ergebnis sind aber Einsatzfreunde und Kampfgeist der Mädchen zu loben. Wenn auch der zweite Platz für die Qualifikation zum Deutschen Jugendpokal, der am 4. November in Senftenberg (Brandenburg) ausgetragen wird, aus. Aber eine solche Reise lohnt sich nur dann, wenn man auch mit einer gut besetzten Mannschaft aufwarten kann. Dies ist das Ziel fürs nächste Jahr, wo ein Start dieser Mannschaft in der Altersklasse U16 geplant ist.

 

Für die KG SV Urmitz/JC Maifeld kämpften: Amelie Kröpf, Johanna Wesemann, Shana de Maijer, Annalena Seitz, Aliyah Schneisinger

 

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